Ein Leben

Wenn ihr meine Rezensionen verfolgt, werdet ihr feststellen, dass sich das Gelesene hin und wieder auch mit den Themen Achtsamkeit, Meditation und Buddhismus befasst. Auch wenn wir literarisch gesehen tausend Leben leben können, so haben wir doch nur dieses eine. Für dieses eine Leben bin ich unendlich dankbar – und ich möchte es gerne so achtsam wie möglich begehen. Ich möchte im Hier und Jetzt leben, jeden Moment genießen – und mich nicht von Zukunftsängsten vereinnahmen lassen. Doch das ist manchmal leichter gesagt als getan.

Der Mann meiner Freundin gab mir den Tipp, dass meditieren ein hervorragender Weg sei, um im Hier und Jetzt zu leben. Ich war skeptisch. Soll ich wirklich auf diese Achtsamkeitswelle aufspringen? Mit so Esoterik-Gehabe kann ich eigentlich gar nicht viel anfangen. Vor meinem geistigen Auge entstanden sogleich Bilder von langhaarigen Hippies im Lotussitz. Aber ich bin auch neugierig – und probiere gerne Neues aus. Und so führte mein Weg mich Anfang des Jahres zum Bendediktushof nach Holzkirchen – in ein ehemaliges Kloster, heute Zentrum für Achtsamkeit und Meditation. Hier habe ich mich für einen Einführungskurs in die ZEN-Meditation eingeschrieben.

Und weil diese Erfahrung dann doch ziemlich eindrucksvoll war, versuche ich es seitdem mit der Meditation. Zugegeben, mein Hirn gleicht nach wie vor einem wilden Dschungel, vollgestopft mit Schwachsinnigkeiten und belanglosem Krempel. Aber immer öfter erlebe ich einen Aha-Moment in dem mein Kopf leer ist. Es sind vielleicht nur Millisekunden; aber ich erhalte den Hauch einer Ahnung, wie wunderbar sich ein gedankenfreier Zustand anfühlen muss.

Wenn ihr mehr über Meditation und den Benediktushof wissen wollt, schaut doch mal in meinen Blogbeitrag.

Meditation und Achtsamkeit – ein Selbstversuch

Es geht im Leben (und in der Meditation) nicht um Weisheit und die große Erleuchtung, sondern es geht immer nur um’s JETZT. Dieser Gedanke gefällt mir so gut daran. Wir tragen unsere Vergangenheit mit uns herum und fürchten uns vor der Zukunft. Dadurch verpassen wir eigentlich ständig die Gegenwart. Der jetzige Moment – und erscheint er auch noch so unbedeutend – ist einzigartig und der einzige den wir haben. Lasst uns ihn möglichst bewusst erleben.

Lebe den Moment

Hier findet ihr meine gelesenen Bücher zum Thema